Fragen und Antworten
Was sind Stolpersteine?
Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Seit 1992 verlegt er kleine Messing-Gedenktafeln vor dem Bürgersteig der Häuser, in denen Verfolgte des Nationalsozialismus gelebt haben, um so an ihr Schicksal zu erinnern.
Quelle: Stolpersteine
Was ist ein Juden- oder Ghettohaus?
In einem Wohnhaus, das sich in jüdischem Eigentum befand, wurden während des Nationalsozialismus jüdische Mieter und Untermieter zwangsweise eingewiesen. Oft waren die Wohnungen überfüllt, denn es mussten mehr Personen in die Häuser ziehen, als Wohnraum vorhanden war. In die freiwerdenden Wohnungen – oft mit komplettem Mobiliar – zogen sog. arische Deutsche.
Der Begriff Judenhaus stammt aus der NS-Zeit und wird heute durch Ghettohaus ersetzt.
Quellen: Wikipedia, Erinnerungsort.hs-duesseldorf.de
Wer und was ist die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf?
"Gedenkstätte als ein Ort des Forschens, des Lernens, des Gedenkens und des Bewahrens zur Geschichte des Nationalsozialismus in Düsseldorf. Dabei standen und stehen bis heute ganz besonders die Lebensgeschichten der Düsseldorferinnen und Düsseldorfer im Mittelpunkt, die von den Nationalsozialisten zwischen 1933 und 1945 verfolgt wurden."
Quelle: Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf
Was ist die Reichspogromnacht?
Sie wird auch häufig als Reichskristallnacht bezeichnet, da an diesem 9. November 1938 Glasscheiben zersplitterten. Der Begriff ist aber verharmlosend und sollte daher nicht verwendet werden.
Der Antisemitismus gipfelte in dieser Nacht in einem Pogrom, es wurden Geschäfte, Wohnungen und Synagogen von Jüdinnen und Juden geplündert, niedergebrannt und zerstört. Viele Menschen wurden ermordet, deportiert oder vertrieben. Die SS und SA steckten hinter den Angriffen, die Zivilbevölkerung sah dabei zu. Die Polizei griff nicht ein.
Quellen: Wikipedia, Bundeszentrale für politische Bildung
Warum werden nur für Doris und David Mosheim Stolpersteine verlegt?
Nur für diejenigen, die freiwillig im Haus Konkordiastraße 66 gewohnt haben, können Stolpersteine verlegt werden. Die Personen, die unfreiwillig in das Ghettohaus umgesiedelt wurden, können Stolpersteine vor dem Haus erhalten, wo sie freiwillig gewohnt haben und vertrieben wurden. Doris und David Mosheim gehörte das Haus auf der Konkordiastraße 66, daher gibt es je einen Stolperstein für sie.
Quellen: Info der Mahn- und Gedenkstätte